Dorfleben

Was läuft in Eichelburg

Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen:

Vereinsleben, Jugendgruppen, Alten- und Kinderbetreuung

Freiwillige Feuerwehr: In unsere Feuerwehr sind seit 1979 die Frauen gleichberechtigt eingegliedert. Ausgangsüberlegung dafür war, daß die Männer größtenteils auswärts zur Arbeit gehen und deshalb tagsüber der Brandschutz nicht gewährleistet war.

Die aktive Mitgliedschaft der Frauen (auch in der Vorstandschaft) hat zu einer wesentlichen Bereicherung des Vereinslebens geführt. Die Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren haben in der Jugendgruppe der Feuerwehr ihren Platz gefunden.  Im Zusammenwirken mit den anderen Ortsteilen der früheren Gemeinde Birkach  werden jedes Jahr verschiedene Feste gefeiert:  z.B. der Kappenabend, der Flurumgang (veranstaltet und organisiert von der Jugend), das Sonnwendfeuer, der Adventsnachmittag mit Nikolausbesuch und die Weihnachtsfeier.

Außerdem veranstaltet die Feuerwehr seit einigen Jahren eine Skifreizeit für Jugendliche und junge Erwachsene.

Zusammen mit dem Krieger- und Kameradschaftsverein wird jedes Jahr ein Ausflug in die nähere oder weitere Umgebung organisiert.

Heuer haben die Jugendlichen und Junggebliebenen des Vereins einen Faschingswagen gebaut und an den Faschingszügen in Allersberg und Eckersmühlen teilgenommen.

Für die aktiven Mitglieder findet mindestens einmal im Monat eine Übung bzw. eine Schulung statt.

Krieger- und Kameradschaftsverein:

Der Krieger- und Kameradschaftsverein kümmert sich um den Spielplatz in Eichelburg. Er übernimmt die Pflege der Fläche und veranstaltet dort jedes Jahr ein Kinderspielplatzfest, bei dem die Mitglieder des Vereins zusammen mit den Eichelburgern für die Verpflegung sorgen. Für die Kinder aus Eichelburg und Umgebung gibt es einen Luftballonwettbewerb und andere Belustigungen.

Landfrauengruppe

Die Landfrauengruppe veranstaltet einmal im Jahr ein Treffen für die Bäuerinnen und Landfrauen der ehemaligen Gemeinde Birkach. Diese Treffen sind unheimlich wichtig, da durch die Aufteilung der ehemaligen Gemeinde auf die Stadt Roth und die Gemeinde Allersberg und den Bau des Rothsees der Kontakt zu Polsdorf und den anderen auf der anderen Seite des Sees gelegenen  Ortsteilen schwer gelitten hat. Von der Landfrauengruppe werden weiterhin verschiedene Fortbildungsveranstaltungen auf hauswirtschaftlicher Basis und Ausflüge durchgeführt. Im letzten Winter wurde ein Kursus in häuslicher Pflege abgehalten.

Nagelverein

Der Nagelverein ist eine Art Stammtisch in Eichelburg, der sich jeden Dienstag in der Gastwirtschaft in Eichelburg trifft, dort mitten in der Wirtstube seinen Nagelstock aufbaut und dann den Wettstreit im Nageln austrägt.

Sonstige Vereine

Unsere Dorfbewohner sind außerdem aktiv im Turnverein Eckersmühlen ( Kinderturnen, Fußball, Frauengymnastik usw.), im Gesangverein Eckersmühlen mit Kinderchor und im Schützenverein Polsdorf und im Gartenbauverein Eckersmühlen ( mit jährlicher Beteiligung am Blumenschmuckwettbewerb).

Seniorentreff:

Die Eichelburger  und die ehemaligen Eichelburger (die inzwischen weggezogen sind) treffen sich einmal im Monat in der Gastwirtschaft zu einem Seniorenstammtisch.

Außerdem nehmen die Senioren auch an den von den Kirchen veranstalteten Seniorentreffen in Eckersmühlen und Allersberg teil.

Pflege der Dorftradition

Kerwa in Eichelburg
Wie es seit Jahrhunderten der Brauch ist, wird jedes Jahr in Eichelburg am dritten Sonntag im Juli die Kirchweih gefeiert. Der Vorbereitungen durch die Kärwamadli und Kerwaboum beginnen dazu schon am Mittwoch davor. Der Kirchweihbaum muß ausgesucht werden, Laub für die Kränze und Girlanden muß geholt werden usw.. Am Donnerstag werden die Kränze und Girlanden aus Eichenlaub von den Frauen und Kindern gebunden und mit Bändern geschmückt. Die Männer holen derweil den Kirchweihbaum aus dem Wald, richten ihn her und verstecken ihn dann gut, daß er von den Nachbarn nicht gestohlen wird. Am Freitagabend wird der Baum am Dorfplatz mit der Muskelkraft der Männer aufgestellt. Nach getaner Arbeit wird am Dorfplatz kräftig gefeiert. Am Samstag, Sonntag und Montag wird die Kirchweih dann in der Gastwirtschaft mit ihrem Biergarten fortgesetzt.
Keinen Name
Der Osterbrunnen
Da uns durch die Flurbereinigung ein Dorfbrunnen beschert wurde, haben wir heuer im Winter beschlossen, erstmals einen Osterbrunnen zu erstellen. Bereits im Winter wurden Eier ausgeblasen und gesammelt. In der Fastenzeit haben dann die Frauen und Kinder bei verschiedenen Treffen in der beheizten Garage der Familie Maggauer die Eier kunstvoll bemalt und verziert. Herr Gerngroß hat sich bereiterklärt, die Eier zu lackieren und aufzufädeln. Am Donnerstag vor dem Palmsonntag war es dann soweit. Der Brunnen wurde mit von den Frauen gebundenen Girlanden und den bemalten Eiern verziert. Dieser Osterbrunnen soll in den nächsten Jahren zur Tradition werden und weiter ergänzt werden

Osterbrunnen_2015

Außerdem haben wir durch die Initiative des Arbeitskreises Seebühl durch die Flurbereinigung und Dorferneuerung wieder ein Backhaus bekommen. Früher hatte jeder Bauernhof im Dorf seinen eigenen Backofen. Dieses Backhaus wird während des gesamten Jahres von zwei Bäuerinnen zum Brotbacken genutzt. Die Dorfgemeinschaft feiert dort einmal im Jahr ein Backofenfest, bei dem Jung und Alt, Alteingesessene und Zugezogene, mithelfen.

Erstmals zum Backofenfest 1996 wurden alte Geräte aus Land- und Hauswirtschaft zu einer Art Bauernhofmuseum in der Garage der Familie Rothe aufgebaut und beschriftet. Leider fehlt bis heute der richtige Platz, um dieses Museum dauerhaft aufzubauen.

In unserem Dorf werden auch die alten Hausnamen noch gepflegt. So gibt es den Donibauer, den Wastlbauer, den Friedelbauer, den Horer und den Zieher.  Eine kleine Privatpension auf einem Bauernhof wurde sogar wieder mit dem Namen Pension Friedelbauer bezeichnet.

In unserer kleinen Dorfkapelle werden noch regelmäßig Andachten veranstaltet, die von den Dorfbewohnern selbst gehalten werden. Mit dem Schlüssel, der jeden Monat an ein anderes Haus weitergegeben wird, hat jeden Monat eine andere Familie die Aufgabe, die Kapelle zu pflegen und in diesem Monat die Andachten abzuhalten.

Die evangelischen Christen treffen sich in den Wintermonaten regelmäßig zu Bibelstunden in den einzelnen Haushalten.

Jedes Jahr zum Martinstag organisieren unsere Kinder einen Laternenzug. Sie ziehen mit ihren Laternen von Haus zu Haus und singen dort ihre Laternenlieder. Dieser Umzug wird immer von den älteren Kindern selbst organisiert und die Kleinen (ab Kindergartenalter) werden selbstverständlich mitgenommen und beaufsichtigt.

Gemeinschaftsaktionen, Selbsthilfeleistungen, Einbeziehung von Neubürgern

Arbeitskreis Seebühl

Seit einigen Jahren trifft sich einmal im Monat der Arbeitskreis Seebühl (Seebühl = Bezeichnung für die Weilerlandschaft mit den Ortsteilen Eichelburg, Heubühl, Birkach und Zwiefelhof). Dabei wird besprochen, welche Maßnahmen zur Verschönerung und Attraktivierung unserer Ortsteile getroffen werden können. Bisher wurden unter anderem folgende Ideen in die Wirklichkeit umgesetzt: Radweg von Eichelburg nach Birkach, Flurkreuz ”Wendelin” bei Eichelburg, Dorfbackofen, Dorfbrunnen, Aufstellung von Ruhebänken in der Landschaft, Erarbeitung der Wanderkarte, Heckenlehrpfad, Hinweispfähle und verschiedene Baumpflanzungen usw..

Momentan in Planung ist die neue Gestaltung des Teufelsknopfes (Ruine Wartstein) mit Hinweistafeln usw., die Planung von Veranstaltungen für Gäste und Einheimische (z.B. Brotbackkurse, geführte Wanderungen, die Umgestaltung des Dorfbrunnens usw.)

Renovierung und Sanierung der Dorfkapelle

Seit Oktober 1996 und wieder nach Ende der Frostperiode sind die Eichelburger dabei, ihre Dorfkapelle zu renovieren. Nachdem die Auflagen des Amtes für Denkmalschutz vorlagen, mußten wir in viel Kleinarbeit den alten Anstrich und Verputz  entfernen, Bausünden der letzten Renovierung wie Fliesen im Innenraum usw. mußten entfernt werden, der Dachstuhl mußte erneuert werden und mit neuen ”alten ” Dachziegeln eingedeckt werden. Außerdem müssen noch viele Kleinarbeiten an Fenstern, Tür , Gestühl, Kreuzweg usw. durchgeführt werden. All diese Arbeiten werden mit Unterstützung der Fachleute von den Eichelburgern selbst ausgeführt.

Seebühler Bauernladen

Als klar wurde, daß in Eichelburg wieder ein Dorfbackofen gebaut werden sollte, war man auf der Suche nach jemandem. der diesem Backofen auch Leben gibt. Unsere Eltern und Großeltern haben ihre Erfahrungen mit eingebracht. Zwei Bäuerinnen, Frau Seitz und Frau Rückert, haben  die alte Tradition des Brotbackens wieder aufleben lassen. In Kursen  und bei anderen Direktvermarktern haben sie die Grundbegriffe erlernt. Der Rest war Probieren und wieder Probieren. Aber wenn schon gebacken werden sollte, dann doch nicht nur einmal im Jahr.

Wir beschlossen also, wöchentlich Brot zu backen und selbst zu vermarkten. Da die Kunden aber nicht nur Brot sondern auch andere Produkte direkt vom Bauernhof verlangt haben, war bald die Idee des Seebühler Bauernladens geboren. Als zukünftiger Laden und Backstube bot sich der leerstehende Kuhstall der Familie Rückert an. Gesagt getan, die Familien Seitz und Rückert bauten gemeinschaftlich den Kuhstall in einen Laden und eine Backstube um. Das Brot und Hefegebäck wird von Frau Seitz und Frau Rückert gebacken. Es wurden aber auch einige andere Landwirte aus dem Dorf mit eingebunden. Die Familie Egon Lehner liefert Hausmacher Wurstwaren und Geräuchertes, die Familie Robert Seitz liefert die Eier, macht Nudeln und Eierlikör. Für die Zukunft ist geplant, daß auch noch andere Produkte wie Obst oder Gemüse usw. von Eichelburgern angeliefert werden. Die übrigen Produkte, die im Laden verkauft werden, werden von anderen Bauern aus der Region zugekauft. Frau Seitz und Frau Rückert sind außerdem mit einem Stand auf dem Rother Bauernmarkt vertreten.

Aktive Mitwirkung der Bürger bei der Gesamtentwicklung der Gemeinde

Durch den Arbeitskreis Seebühl und die Aktion ”Unser Dorf soll schöner werden” haben sich viele Einwohner, ob Ureinwohner oder Neubürger, Gedanken darüber gemacht, wie man unser Dorf noch schöner und freundlicher gestalten könnte. Vereint haben wir unsere Forderungen an die Stadt Roth, das Landratsamt, die Flurbereinigung usw weitergereicht und wie man sieht, haben wir schon einiges erreicht. Jeder einzelne hat versucht, die Ideen und Gedanken in seinem privaten Bereich umzusetzen und bei Gemeinschaftsaktionen  mitzuhelfen. Was uns jetzt noch dringend fehlt, wäre ein Raum, in dem wir uns treffen und unsere Veranstaltungen durchführen könnten.

1 Kommentar

  1. Eichelburg und seine römischen Wurzeln … Espanäcker

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    nun wissen wir ja alle, dass die Römer wohl nicht wegen Ackerbau und Viehzucht nach Norden kamen, sondern schon eher wegen … sprich „aisch-bann“ … meist Espan geschrieben. Der Duden, gemeinhin das Wörterbuch der deutsche Sprache notiert mit Datum 05.17 .. Espan = Viehweide .. Herkunft ungeklärt.

    Weit nördlich vor dem Limes/Limines = Türschwellen, seit den Zeiten des Imperators Germanorum gemeinhin fälschlich GermaniaMagna benannt, findet sich nordöstlich von Eichelburg eine „Espanäcker“ … deren spracharchäologischen Wurzel gehen wohl eher auf römische Erzverarbeitung quasi – aes pango – zurück. Weitere römische Erzfelder finden sich nachweislich im BayernAtlas Denkmal, siehe dazu http://www.boari.de/ortsnamen/aesbach.htm

    Resümee: Aus „spracharchäologischer“ Sicht, ist die Gegend um Eichelburg spätestens seit der Römerzeit – rund 2000 Jahre – permanent besiedelt. Der „Imperator Germanorum“, die „Germanistik“ und im Schulterschluss der für Bildung in „bayerisch Germanien“ zuständige Staats-Minister Dr. Ludwig Spänle CSU, – oberster Chef des BLfD – lassen unverdrossen nachstehende „Geschichtsfälschung“ verbreiten:
    http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/unesco-kulturerbe/welterbestaetten-in-bayern.html
    Textauszug Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-raetischer Limes
    Die einstige römische Grenze in Süd- und Südwestdeutschland wurde in verschiedenen Ausbaustufen zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr errichtet. Zwischen Rhein und Donau reihten sich über 100 größere und kleinere Militärlager und über 900 Wachttürme entlang der insgesamt 550 km langen durchgehenden Grenzsperre. In der Provinz Obergermanien war sie als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben, in der Provinz Raetien als Steinmauer ausgeführt. Hier begegnete die entwickelte Kultur der römischen Antike dem „barbarischen“ Germanien. Zusammen mit der Hadriansmauer und dem Antoninuswall in Großbritannien bildet er die grenzüberschreitende Welterbestätte „Grenzen des Römischen Imperiums“. Zitat-Ende

    So man mir eine Liste von Flurnamen zur Verfügung stellen könnte, würde ich diese mit meinem Fundus abgleichen … und sicher noch mehr Kelten und Römer finden …

    Mehr dazu … sehr gerne und wohl auch sehr viel
    Mit keltisch-römischen Grüssen aus Eichstätt an die Kelten und Römer in und um Eichelburg

    Rupert Stadler (nachhaltiger Nichtakademiker, Nichtlateiner und Nichtgermane)

    Roms zur Zeit wohl effektivste Waffe, mehr als 860 MB: boari de
    The Romans currently most efficient Wapon over 860 MB: boari de
    nostra aetate quasi arma efficacissima Romanorum antiquorum: boari de = Citizen Scientia

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