Dorfleben

Chronik

Eichelburg:(Aichelberg)

1361/64 erste urkundlich Erwähnung

1370 Grenzstreit zwischen Burggrafen Friedrich v. Nürnberg und Ritter Heinrich von Stein um ”ein Wisen gelegen an der Hasenpruck so der Schaur von Eichelburg innhat . Diese Wiese war ein Lehen des Bamberger Bischofs Ludwig, der Kundschaft darüber einholen ließ, welche Rechte von alters hergebracht waren. Sein Spruch fiel zugunsten des Nürnberger Burggrafen aus. (HSZ H. 13 S. 26)

In dem Saalbuch von 1531 sind die Weide- und Hutrechte der Stadt Roth in unserem Gebiet wie folgt beschrieben:

Item von Roth aus auf den Roßlaub, Brunnholz bis an das Brunnauer Feld, nebenhinan die Buchleiten, sofern die Brunnauer Felder nicht besäet sind, fürter an den Neckerbrunn bis an den Fotzenhof (Kleehof) und wieder heimwärts gegen Eichelburg zu, an ihren Feldern daneben hinab bis an die Lach, so der von Roth Gmein ist, fürter in der von Roth Gemeinde hinab, bis anheims und item von Roth aus auf den Röthelgraben zu, daselbst hinüber bis an das Hofstetter Feld, daneben hinauf bis an das Eckersmühler Feld, bei dem Seelein genannt, an den Mühllöchern hinauf bis an das Haimpfarricher Feld, ferner bis an die Haasenbruck und herüber bis an den Fößelberg(Fäßleinsberg), bei der roten Marter herab an die Steiner Straß bei des Schöttleinsweiher, da auch des Viehes Ruhestatt ist, ferner herab die Roth bis an den Röthelgraben, darüber er hinaufgetrieben hat. Diese Rechte wurden auch im Jahr 1903 noch ausgeübt.

(aus Geschichte der Stadt Roth v. J.Gg. Mayer S. 88)

Im Landbuch über die Stadt Roth von 1529 sind in Aichelburg 7 Höfe erwähnt. Die Besitzer sind teilweise bis zum Jahr 1650 zurückzuverfolgen.

16. Jhdt. 6 Untertanen (Dannenbauer Nbg. S. 245 ff)

1632 Zerstörung der bei Eichelburg gelegenen Burg Wartstein durch Tilly`s Truppen

??? 1639 Rittmeister Michel von den Wart nahm mit einer Abteilung des spanischen Regiments in Roth Quartier.

1656 brachte die für die Besiedlung günstige Nord/Südlage eine Neubesiedlung durch aus Thüringen stammende Tilly-Soldaten

Im 17. Jhdt. Eichelburg (Gemeinde Birkach) 10 Anwesen

Hochgericht: Landrichteramt Allersberg

Niedergericht: Amt Roth

Grundherrschaft: Amt Roth

Pfarrei: zur kath. Pfarrei Allersberg

Grundherrschaft: Landrichteramt Allersberg 10 Anw. davon 1 Hirtenhaus

(Wiesner S. 210 – MB 47 S. 29)

Um 1700 erstmals Löhner – heute Lehner = Heiner Bauer. Nachfahren sind noch heute in Eichelburg ansässig

1717 Erwähnung einer Kapelle – später zerstört

1735 – 1742 Ansbachischer Untertan Heinrich Tendler von Eichelburg – Streit um 75 Morgen Wald mit dem Hasenbruckmüller (HSZ H. 17 S. 64)

1837 Dorf mit 10 Wohngebäuden und 49 Einwohner

Zwischen 1835 und 1839 zeigte Mathias Schlierf dem Magistrat der Stadt Roth an, daß er im Gemeindewald und zwar im Schöttleinsgrund Torf gefunden hätte, der zum Brennen sich vorzüglich eigne; bald wurde auch in der ”Wart” ein weiteres Lager entdeckt. Jedoch erst im Jahr 1858 suchte Bürgermeister Johann Wolfgang Glaß(1857-61) dem Gedanken Torf zu gewinnen, weiter nachzugehen. Mehrere Jahre wurde Torf gestochen und verkauft. Im Jahre 1873 wurde der Torfstich eingestellt, weil Revierförster Engelhardt wegen Gefährdung des Gemeindewaldes dernselben nicht weiter begutachtete.

(aus Gesch. d. Stadt Roth – J. Gg. Mayer S. 94)

1854 Errichtung einer neuen Kapelle von 5 katholischen Familien – in hon. SS Trinitatis-keine Messelizenz (Buchner S. 26)

1904 Dorf mit 12 Wohngebäuten

1909 Hof des Heinerbauern aufgelöst

1937 50 Katholiken

12 Protestanten – nach Eckersmühlen eingepfarrt

1950 Dorf mit 11 Wohngebäuten und 69 Einwohnern

21.7.1960 Genehmigung zum Bau der Wochenendhäuser (ohne Anspruch auf wegebau, wasserleitung usw.)

1973 56 Einwohner

1996 Teilnahme am Wettbewerb ”Unser Dorf soll schöner werden” 1. Preis im Landkreisentscheid

1997 117 Einwohner + 12 Einwohner mit Nebenwohnsitz

Teilnahme am Bezirksentscheid ”Unser Dorf soll schöner werden”

Die Eichelburger Bauern hatten urkundlich belegte Waldweiderechte im Allersberger Forst – ohne direkte Gegenleistung durften Ochsen, Kühe und Jungvieh mit Ausnahme der Pferde in der Zeit von Walburgi bis Michaeli (25.2 bis 29.9.) zur Weide in den Wald getrieben werden (HSZ H. 14 S. 67)

Flurgröße von Eichelburg 377 ha

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